Dr. phil. Dirck Linck
Literaturwissenschaftler

“Man konnte draufkommen, daß das wichtigste Tier auf der Welt die Giraffe war. Daß all das, was die Menschen die ganze Zeit falsch gemacht hatten, und was sie weiterhin falsch machen würden, schon klar, wer hätte es ihnen verwehren oder gar ausreden sollen, nur deshalb falsch gemacht worden war, weil es keine Tradition bei den Menschen gab, sich Giraffen als Haustiere zu halten. Die Großzügigkeit, die eine richtige Hege und Pflege von Giraffen zwangsläufig fordert und lehrt, wäre es gewesen: die Eigenschaft, die die Menschen gut machen würde.”
Dietmar Dath

Veröffentlichungen u.a.

Abfälle: Stoff- und Materialpräsentation in der deutschen Pop-Literatur der 60er Jahre. Bei Amazon bestellen.
Weitere Veröffentlichungen.

Creatures

In den nächsten Tagen beginnt die Auslieferung einer im Verlag Männerschwarm erschienenen Sammlung meiner Aufsätze.
Versammelt sind neben Arbeiten zur AIDS-Krise, zu Camp und Pop-Körperbildern u.a. Beiträge zu Hubert Fichte, Irving Rosenthal, Alexander von Ungern-Sternberg, Hans Henny Jahnn und Josef Winkler.

9783863002213

Tags: , , , , , , , , , , ,

 

Zum Werk Hubert Fichtes

9783837629309_216x1000

Bei Transcript erschienen: Ein Band mit Beiträgen zu “Prekären Genres” und zum Genrebegriff vor dem Horizont von Derridas “La loi du genre”.
Darin mein Text zu Fichtes Übereinanderblendung von Roman und Feature.

Weitere Informationen hier

Tags: , , , , , , , , , , , ,

 

Zum Werk Hubert Fichtes

1957_cover_978-3-03734-448-4_recto_8434

Bei Diaphanes erschienen: Die Dokumentation der Tagung “Hubert Fichtes Medien” an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Weitere Informationen hier

Tags: , , , , , , , ,

 

„Man weiß eben nichts Genaues.“ Über Ungewissheit bei Hubert Fichte

Konferenz im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 626
„Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“

sfb626_tagung_man_weiss_eben_nichts_genaues_bild2

29. & 30. November 2013
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei)

Organisation: Dirck Linck

Hubert Fichte scheint so etwas wie hermeneutische Verzweiflung nicht zu kennen. Sein Werk verdankt sich im Gegenteil den im Werk reflektierten Emotionen des Staunens und der Neugier, die sich an Phänomenen entzünden, welche das Wissen irritieren und Aufmerksamkeit erregen, gerade weil über sie keine Gewissheit, kein definitives Für-Wahr-Halten erlangbar zu sein scheint.
Solche stets mit Urteilsfragen verschlungenen lustvollen Emotionen z.B. sollen im Rahmen der Tagung diskutiert werden. Welchen Status haben das Staunen und die Neugier bei Fichte? Welche Konzepte von Wissenschaft, Erkenntnis und Literatur sind mit diesen Leidenschaften verknüpft? Und wie kommen sie poetologisch zur Geltung?
Zum anderen soll es darum gehen, das entstandene multimediale Werk selbst unter dem Aspekt der Ungewissheit zu betrachten. Wie erscheint Ungewissheit auf der Szene des Textes? Wie verhält das queere Werk sich zu jenem die Regeln vorschreibenden „Gesetz der Gattung“, das Derrida in problematisch festen Überzeugungen begründet sah, bestimmte Eigenschaften könnten Genders und Genres dauerhaft definieren? Welche Überzeugungen können wir von diesem Werk haben, das unsere Gewissheiten darüber, was Dokumentarismus, was Fiktion ist, planvoll irritiert? Und was tritt bei Fichte an die Stelle dessen, was man „genau wissen“ kann?

Programm

Freitag, 29. November 2013

10.00-10.30 Dirck Linck: Begrüßung

10.30-11.30 Volker Woltersdorff: „Ich bin fiftyfifty.“ Ungewissheit und die Explosion sexueller Identität im Versuch über die Pubertät

11.30-12.30 Karin Krauthausen: Wissenschaft und Wahn. Überlegungen im Ausgang von Fichtes ethnomedizinischen und ethnopsychiatrischen Schriften

14.00-15.00 Stephan Kammer: Hubert Fichtes Barock

15.00-16.00 Manfred Weinberg: „Fäden, viele Fäden.“
Ungewisse Vermischungen in Eine glückliche Liebe

16.30-17.30 Michael Lüthy: ,Flecken‘. Zur Poetik von Cézannes späten Gemälden

17.30-18.30 Hans-Jürgen Heinrichs: Zur Aktualität der Ethnopoesie. Und: Erinnerung an eine Freundschaft und Zusammenarbeit mit Hubert Fichte

20.00 Abendveranstaltung: Thomas Meinecke liest aus seinem Roman Lookalikes

Samstag, 30. November 2013

10.00-11.00 Eckhard Schumacher: Die Ambivalenz des Ungewissen. Über Genauigkeit bei Hubert Fichte

11.00-12.00 Jan-Frederik Bandel: Monsieur Ouine. Politik und Ästhetik bei Hubert Fichte

12.30-13.30 Till Greite: Wer spricht wie bei Hubert Fichte?

15.00-16.00 Mario Fuhse: „Das Experiment ist mein Lebenssinn.“ Dichtung und Wahrheit – Hubert Fichte und die Olo

16.00-17.00 Robert Gillett: Wissenschaft – Ketzertum – Empfindlichkeit. Perverse Epistemologie bei Hubert Fichte

17.30-18.30 Gerd Schäfer: Intuitives Erfassen versus logisches Denken, oder:
Hubert Fichte als Wiedergänger der Vorsokratiker

Eine Tagung des Teilprojekts B9 „Poetiken des Unwahrscheinlichen“ (Joseph Vogl, Dirck Linck, Mark Potocnik)

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Finanziert aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Kontakt: www.sfb626.de, sfb626@zedat.fu-berlin.de, tel. 030-838-57400

plakat
flyer

Tags: , , , , , , , , , ,

 

Neu erschienen

praesenscover

Inhalt

Tags: , , , ,

 

Akademie Waldschlösschen 16. - 18. November

Schwule Gegenkultur oder Integration ins Bestehende?
Vom 16. – 18.11.2012

Die dritte Tagung zur Geschichte der Homosexuellen in Deutschland nach 1945 beschäftigt sich mit Schwulenpolitik und schwulem Leben in den 80er und 90er Jahren im Schatten der Aidskrise.

Wie weiter nach den bewegten 1970er Jahren und dem Eklat in der Bonner Beethovenhalle 1980? Ist eine auf Gleichstellung und Gleichbehandlung ausgerichtete Antidiskriminierungs- und Bürgerrechtspolitik der Weg? Weil Schwule “ganz normale Menschen” sind oder gilt es, das “Anderssein” der Schwulen als provokativen Hebel zur Veränderung der Gesellschaft zu nutzen? Geht es also darum, eigene Inhalte einer schwulen Politik zu bestimmen und die Idee einer schwulen Gegenkultur in die Praxis umzusetzen? Die AIDS-Krise, die das gesellschaftliche Klima für schwule Männer wieder rauer werden ließ, verschärfte diese Auseinandersetzung.
Die Tagung nimmt Entwicklungen der 1980er und 90er Jahre in den Blick: die Gründung von neuen schwulenpolitischen Vereinigungen wie der BVH und der SVD oder Bewegungen wie die AIDS-Hilfe; die Gründung neuer Institutionen wie das Waldschlösschen oder schwule Buchläden und Verlage bis hin zum Gang durch die Institutionen, wie z.B. in den Gewerkschaften. Sie bietet Einblicke zu Entwicklungen in der schwulen Kunst und verspricht aufschlussreiche Seitenblicke auf die Lesbenbewegung der 1980er Jahre. Ein Vergleich lohnt sich, auch im Hinblick auf die weiteren Entwicklungen in den 1990er Jahren.
Auf dieser Tagung werden historische, soziologische und politologische Studien zur Diskussion gestellt und durch Beiträge von Aktivisten und Zeitzeugen ergänzt.

I. Rückblicke auf die 1980er Jahre

Dietmar Kreutzer: Eine schwule Zeitreise durch die 1980er Jahre
Rainer Marbach: Emanzipation und Partizipation. Vom „Freien Tagungshaus“ zur „Akademie Waldschlösschen“

II. Neue Herausforderungen: Die AIDS-Krise

Michael Bochow: Hat die Aids-Krise die soziale Situation schwuler Männer in Deutschland verändert? Entwicklungen in den 1980er und 1990er Jahren
Dieter Telge: AIDS-Selbsthilfe-Bewegungen in Wechselwirkung mit schwulen Emanzipationsbestrebungen

III. Neue schwulenpolitische Verbandsstrukturen

Günter Dworek: Aufgebrochen aus Ruinen. Der Weg vom Schwulenverband in der DDR zum Lesben- und Schwulenverband in Deutschland
Stefan Mielchen: Wider die Norm: Die Lebensformenpolitik des Bundesverbandes Homosexualität 1986 – 1997
Klaus Timm: Integration durch Sichtbarkeit. Schwules und lesbisches Engagement in den Gewerkschaften seit 1980

IV. Eine neue Öffentlichkeit

Joachim Bartholomae: Klappentexte Verlage, Buchläden und Zeitschriften als Infrastruktur der neuen Schwulenbewegung

V. Im Spiegel der Kunst

Dirck Linck: Nach der Revolte: Entwicklungen schwuler Kunst in der BRD der 1980er Jahre

VI. Im Spiegel der „Bewegungsschwestern“

Christiane Leidinger: Auf getrennten Wegen – Die Lesbenbewegung der 1980er Jahre

Abschluss-Diskussion: Schwulen- und Lesbenpolitik der 1980er Jahre im Vergleich

Leitung: Dr. Rainer Marbach, Andreas Pretzel, Dr. Volker Weiß

In gemeinsamer pädagogischer Verantwortung mit dem VNB, in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und IQN e.V.; gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung
https://www.waldschloesschen.org/news/detail.php?nid=310&callback=home

Publikation der Tagung

Tags: , , , , , , , , , , , ,

 

Next Stop

Hubert Fichtes Medien
Workshop, Humboldt-Universität zu Berlin
27.-29. September 2012
Tagungskonzept und -programm

Tags: , , ,

 

1. Radiofeaturesymposion an der Eider

1. Radiofeaturesymposion an der Eider

»Etwas ist da, unüberhörbar, eigensinnig, was jenseits der Bedeutung der Wörter liegt.«

10.-12. Dezember 2010

Leitung: Michael Lissek

Das Feature ist die letzte Phantasmagorie, die sich die öffentlichrechtlichen Anstalten leisten. Jährlich werden im Auftrag der ARD hunderte von Features produziert. Fragt man jedoch einen der Feature-Akteure, was das sei, das Feature, wird es still. In einem nur istman sich einig: Irgendetwas hat das Feature mit Kunst zu tun und irgendetwas mit Journalismus. Das Feature sei eine »künstlerisch gestaltete Dokumentation«, heißt es. Aber wo steckt sie: die Kunst? Und was wird hier dokumentiert und mit welchen Mitteln? Das Feature »als solches« existiert nicht. Seine Formen sind zu vielfältig, und sie erstrecken sich von der Klangcollage zum qua Regie zum Klingen gebrachten AutorInnentext. Und der Versuch, das Feature über seine Inhalte zu fassen, scheitert gänzlich: Das Leben der Hyäne & das Sterben der Hühner, ein vergessener elsässischer Dichter, eine Wanderung über die Alpen, die Kurfürstenstraße in Berlin, Karaokesänger ebendort, Tupperparties im Rheinland und Schönheitsoperationen in Los Angeles: Nein, Themenauflistungen helfen nicht weiter, dem Feature näher zu kommen. Bisher haben auch nur wenige versucht, sich dem Feature schreibend zu nähern. Der bisherige, rudimentäre Featurediskurs ist ein pragmatischer, der Fragen nach Mikrofonposition und dem richtigen Aufnahmemedium zu klären versucht. Die »Lesbarkeit« des Features, seine Materialität und Rhetorik bleiben unbehandelt.

Das 1. Radiofeaturesymposion an der Eider möchte dem Abhilfe schaffen. Keine repressiven Definitionen (er)finden, wohl aber den (medien- oder literaturwissenschaftlichen, semiologischen, auch historischen) Diskurs zu einem unerkannten, akustisch-literarischen Genre anstoßen. Weil das Feature etwas sagt, was nur das Feature sagen kann. Durch seine genuinen Verfahrensweisen (der Montage von Geräuschen, O-Tönen und Musiken) schreibt es dem Radio etwasein, das zwischen Information und Narration, zwischen Wahrheit und Schönheit schwebt. Im Kontext des Features wird selbst die eindeutigste Aussage vieldeutig. »Etwas ist da, unüberhörbar, eigensinnig, was jenseits der Bedeutung der Wörter liegt…« (Roland Barthes)
Das Feature: Eine Phantasmagorie?

Tags: , , , , , , ,

 

Gerade erschienen

scan0112

dataphp

http://www.diaphanes.de/scripts/buch.php?ID=204

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Einleitung

Die Unabweisbarkeit der Realität

Diedrich Diederichsen
Realitätsbezüge in der Bildenden Kunst: Subjektkritik, Repräsentationskritik und Statistenkunst

Dirck Linck
»Mourning and Militancy«: Künstlerische Reaktionen auf die Aids-Krise

Armen Avanessian
Altermodernes Erzählen von Referenzeffekten – Überlegungen zu einem gegenwärtigen Realismus in zeitgenössischer Theorie und der TV-Serie THE WIRE

Medien und Praktiken des Realismus

Heiner Goebbels
Real Time in Oberplan – Zur Arbeit an Stifters Dinge

Dorothea von Hantelmann
Performativer Realismus? Zum Realismus nach Minimalismus und Konzeptkunst

Volker Pantenburg
Digitaler Realismus. Pedro Costas dokumentarische Fiktionen

Kirsten Maar
Paradigmen des Realistischen im zeitgenössischen Tanz

Anschlüsse und Abgrenzungen gegenwärtiger Realismen

Jacques Rancière
Der Wirklichkeitseffekt und die Politik der Fiktion

Frank Ruda
Was ist das Reale des zeitgenössischen Realismus? Canetti, Jameson, Badiou

Susanne Knaller
Realismus und Dokumentarismus. Überlegungen zu einer aktuellen Realismustheorie

Brigitte Obermayr
Das Überzählige. Versuch zum Realismus in der Lyrik (mit russischen Beispielen)

Daniel Illger
Das Glück der Gespenster – Phantastischer Realismus bei Sorrentino und Visconti

Ein Künstlergespräch mit Allan Sekula

Bernhard Schieder
»Das Dokumentarische neu erfinden« – Einführung in das Gespräch mit Allan Sekula

Allan Sekula, Gertrud Koch, Michael Lüthy, Bernhard Schieder
A Walk With Allan Sekula Through his Exhibition Polonia and Other Fables

Register der Orte und Namen

Sachregister

Tags: , , , , , , , , , , , ,